"Was macht eigentlich...

... ein Taufkatechet?"

Die Taufe ist das grundlegende Sakrament der Christen. Im vergangenen Jahr wurden in unserer Pfarrei 18 Kinder getauft. Zum Teil sind es bis zu 30 Mädchen und Jungen, die wahlweise im Sonntagsgottesdienst oder zu einem eigenen Termin in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen werden. Hin und wieder findet auch eine Erwachsenentaufe statt.

Uwe Stather ist einer von vier Taufkatecheten.
Taufkatechet meint dabei einen Ehrenamtlichen, der die Tauffamilien auf dem Weg zur Taufe begleitet und darauf vorbereitet. Wir haben ihn gefragt:

Was genau hat dich dazu bewegt dich in der Taufkatechese zu engagieren?
Mein Glaube hat mich bewegt, anderen Menschen den Zugang zum Christsein zu zeigen.
Das klingt vielleicht etwas abgehoben, ist es aber bestimmt nicht.
Da ich schon immer an das Evangelium geglaubt habe und mich als Ministrant gut aufgehoben gefühlt habe, ging es über verschiedene Dienste, wie den als Lektor und den als Pfarrgemeinderat,
zu einem meiner Meinung nach sehr wichtigen Dienst, nämlich den des Taufbegleiters.

Wie läuft ein Vorbereitungsgespräch auf die Taufe mit euch ab?
Die Eltern der Täuflinge kommen zu uns zum 1. Taufgespräch. Wenn die Eltern bzw. Tauffamilien das erste Mal bei uns sind, wissen sie natürlich nicht genau was für Leute sie da begleiten. Deshalb stellen wir uns gegenseitig vor und beginnen dann mit dem Taufgespräch. Wir haben verschiedene Möglichkeiten der Katechese, die wir bei einem mehrtägigen Intervallkurs gelernt haben. Wir verbringen dann ca. 1,5 Stunden mit den Tauffamilien an einem Abend. Das 2. Taufgespräch findet dann mit dem Taufspender, also Pfarrer Stockinger, statt.

Wie viel Zeit wendest du für diese ehrenamtliche Tätigkeit in etwa auf?
Am Anfang mussten wir schon mehr Zeit für die Vorbereitungen aufbringen, doch mit den Jahren, 2006 hatten wir begonnen, brauchen wir kaum noch Zeit um einzelne Termine vorzubereiten. Wir sind flexibel und die Bausteine können wir, je nach Anzahl und Wissensstand der Tauffamilien, leicht anpassen. Da wir zu viert sind wechseln wir untereinander durch und können dann die neun Termine locker bewältigen.
Wenn ich 20 Stunden im Jahr brauche, ist es viel.

Wer kann alles im Taufkatechese-Team mitwirken? Welches „Know-How“ wird hierfür benötigt?
Jeder Christ, der die Begegnung mit jungen Eltern liebt und etwas Großes mit wenig Aufwand bewegen will. Jeder, der auch seinen eigenen Glauben erweitern will. Das Know-How wurde uns in einem Intervall Kurs ‚Taufkatechese‘ vermittelt. Auch treffen wir uns noch einmal im Jahr mit unserem dafür zuständigen Referenten, wo wir uns über vergangene Taufgespräche unterhalten und austauschen können.

Und zum Abschluss: Was ist dein Lieblings-Fest im Kirchenjahr?
Mein Lieblingsfest ist natürlich das Osterfest. Ostern, das Leiden, der Tod und dann die Auferstehung Jesu, war und ist für mich prägend und nicht wegzudenken aus meinem Leben. Außerdem ist dann am Karsamstag die Fastenzeit rum und ich „muss“ dann nicht mehr den Verzicht leben, den ich mir immer „gerne“ auferlege.
Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten, melden Sie sich bitte beim Pfarrbüro in Landshausen unter Tel. 07250 391 oder per Mail pfarramt@kraichtal-elsenz.de. Alle Tauftermine und weitere Informationen finden sie unter www.kraichtal-elsenz.de/sakramente-lebensstationen/taufe

Und wenn Sie sich von dieser Ehrenamtlichen Tätigkeit angesprochen fühlen und gemeinsam mit anderen engagierten Menschen etwas bewirken wollen, dann melden Sie sich gerne hier:
pfarramt@kraichtal-elsenz.de oder Tel. 07250 391.