Der Name, der das Herz verwandelt – das kontemplative Jesusgebet
Da kann es sein, dass jemand in den Bergen eine Weite erlebt, die nicht in Kilometer gemessen werden kann. Es ist ein Innewerden von etwas, das immer da war, aber nie bemerkt wurde. Diese Weite zu erfahren, ist die Frucht des Gebetes. Beten ist deshalb weniger ein Reden mit Gott oder zu Gott, sondern es bedeutet, in Gott zu sein und zu ruhen. Gott ist immer da. Aber wir sind nicht da. Wir sind zerstreut, sind mit Gedanken, Sorgen und Plänen in der Vergangenheit und Zukunft, kreisen um uns selbst. Gott können wir aber nur in der Gegenwart begegnen.
Im Jesusgebet sprechen wir innerlich den Namen Jesu aus. Es wird deshalb auch Herzensgebet genannt. Kontemplativ, also mit dem Herzen beten, bedeutet nichts mehr erreichen zu wollen, sondern sich loszulassen in Gottes Hand. Im Gebet geht es darum, den Namen Jesus Christus (auf Deutsch: „Gott rettet") als Gebet zu verstehen, in dem alles gesagt ist, was zu unserem Heil nötig ist.
Pfarrer Wolfram Stockinger, Tel. 07250/391, wolfram.stockinger@kraichtal-elsenz.de









