1. Wo melden wir unser Kind zur Taufe an?
In den Pfarrbüros unserer Pfarrgemeinde in Landshausen und Münzesheim.
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2. Welche Unterlagen benötigen wir für die Anmeldung zur Taufe?
Sie brauchen das Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde Ihres Kindes, Namen und Adressen der Paten und, wenn diese woanders wohnen, eine Bescheinigung über die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche.
3. Wir sind nicht kirchlich verheiratet. Können wir unser Kind trotzdem taufen lassen?
Ja, natürlich. Denn jedes Kind hat ein Recht auf die Taufe.
4. Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Taufe?
Das ist Ihre Entscheidung. Hier einige Anhaltspunkte:
Bei der Taufe vertrauen Eltern ihr Kind Gott an, dem Urheber allen Lebens. Sie vertrauen darauf, dass sich Gott selbst um dieses Leben kümmert. Das ist für Eltern entlastend. Denn sie stehen mit ihrer Verantwortung für diesen kleinen Menschen nicht mehr allein da. Wichtig: Die Vorstellung, dass ungetaufte Kinder nicht von Gott angenommen werden, passt nicht mehr zu unserem heutigen Gottesbild. Mit der Taufe wird das Kind aber in die Kirche aufgenommen. Die Gemeinschaft der Glaubenden vermittelt Geborgenheit und Werte und bietet somit eine gute Orientierungshilfe fürs Leben. Dies ist eine Kraftquelle, aus der ein Mensch sein Leben lang schöpfen kann. Eltern und Paten gehen mit der Taufe des Kindes eine ganz besondere Verpflichtung ein. Sie sollen dem Kind christliche Werte vermitteln, die es innerlich stark machen. Deshalb entscheiden sich viele Eltern das Kind im ersten Lebensjahr taufen zu lassen.
Wenn Sie unsicher sind, wann der richtige Zeitpunkt für Sie ist, können Sie gerne auch den Rat des Pfarrers einholen. Dies gilt auch für Eltern, die (noch) keiner Konfession angehören. Manchmal möchten Eltern ihr Kind taufen lassen, obwohl sie selber aus der Kirche ausgetreten sind. Der Pfarrer wird dann mit ihnen sprechen und entscheiden, ob er das Kind jetzt schon tauft oder die Feier aufschiebt. Ganz ablehnen darf er die Taufe nicht, denn jedes Kind hat ein Recht auf dieses Sakrament.
5. Gibt es eine ökumenische Taufe?
Die Taufe ist tatsächlich ein "ökumenisches Sakrament", alle christlichen Kirchen haben es gemeinsam. Da aber die Taufe auch Aufnahme in die Kirche ist, müssen Sie sich entscheiden, zu welcher Kirche Ihr Kind gehören soll. Die katholische und die evangelische Kirche erkennen die Taufe gegenseitig an, bei einem späteren Wechsel der Konfession muss man also nicht mehr neu getauft werden.
6. Muss mein Kind einen Namenspatron haben?
Nein, aber es wäre sehr schön. Denn der Namenstag hat im Jahreskreis eine ganz besondere Bedeutung. Und in der Taufe hat Gott Ihr Kind bei seinem Namen gerufen und sich ihm persönlich zugewendet. Ein guter Anlass, sich näher mit seinem Namen zu beschäftigen. Manche Namen haben auch moderne Kurzformen. Soll es kein Name christlichen Ursprungs sein, wäre es schön, dem Kind einen zweiten Namen zu geben, der auf eine Heilige oder einen Heiligen verweist.
7. Brauchen Sie ein weißes Taufkleid?
Es ist schön, wenn Sie ein eigenes haben. Manche Familien besitzen ein Taufkleid, das schon mehrere Kinder anhatten und das zur Familientradition gehört. Es ist aber für die Taufe Ihres Kindes kein Muss.
8. Brauchen Sie eine Taufkerze?
Ja. Sie können sich eine Taufkerze selbst besorgen oder auch selbst gestalten. In unseren Pfarrbüros verkaufen wir auch Taufkerzen, die im Karmelitinnenkloster Speyer hergestellt wurden.
9. Warum findet in unserer Pfarrei Heilig Geist die Taufen während der sonntäglichen Eucharistiefeier statt?
Taufe bedeutet auch Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche. Deshalb taufen wir während der Eucharistiefeier am Sonntag. Hier trifft sich die Gemeinschaft, zu der ihr Kind durch die Taufe aufgenommen wird.
10. Wie läuft die Taufe ab?
Bei dem zweiten Vorbereitungstreffen wird der Taufspender mit Ihnen alles besprechen. Im eingestellten „Ablauf der Taufe“ können Sie sich schon einen Überblick verschaffen.
11. Können wir die Tauffeier mitgestalten?
Ja. Im Taufordner, den sie beim ersten Taufgespräch erhalten und der auch hier unter „Gestaltung der Taufe“ eingestellt ist, finden Sie Anregungen dazu. Da die Taufe während der sonntäglichen Eucharistiefeier stattfindet, sind die Elemente zur Mitgestaltung allerdings aus zeitlichen Gründen begrenzt.
12. Wer hält das Kind bei der Taufe?
Früher hielt die Patin das Kind, weil die Taufe meist in den ersten Tagen nach der Geburt stattfand und die Mutter bei der Taufe noch nicht dabei sein konnte. Eine Vorschrift gibt es dafür nicht. Entscheiden Sie es in der Familie und machen Sie es auch ein wenig von der "Tagesform" Ihres Kindes abhängig.
13. Was versprechen Eltern und Paten bei der Taufe?
Sie versprechen, dass Sie das Kind im christlichen Glauben erziehen werden. Da in unserer Zeit ein Hineinwachsen in den Glauben und das kirchliche Leben nicht mehr selbstverständlich ist, ist das eine wirkliche Aufgabe. Auch im Glauben braucht Sie ihr Kind als Vorbild. Ihr Kind lernt von Ihnen.
14. Welche Aufgabe hat eigentlich ein Pate / eine Patin?
Ein Pate / eine Patin soll eine besondere Bezugsperson für das Kind sein, ein(e) Vertraute(r), der / die nicht nur am Geburtstag für das Kind Zeit hat und der / die auch Gesprächspartner(in) ist, wenn es um Fragen des Glaubens geht.
15. Wir finden keinen katholischen Paten für das Kind. Ist das unbedingt notwendig?
Taufpaten unterstützen Sie auch in der religiösen Erziehung. Sie helfen mit, dass es in die christliche Gemeinschaft hineinwächst, zu der das Kind durch die Taufe gehört. Deshalb sollte eine(r) der Paten katholisch sein.
Andere Christen können sogenannte "Taufzeugen" sein. Sie bezeugen lediglich die Taufe des Kindes.
16. Kann jemand Pate sein, wenn er aus der Kirche ausgetreten ist?
Nein, das ist nicht möglich. Weil er mit dem Austritt aus der Kirche die Gemeinschaft verlassen hat.
17. Kann man einen Paten später durch einen anderen ersetzen?
Das Patenamt wird mit der Taufe übernommen und gilt wie diese lebenslang. Die Paten werden auch in das Taufbuch eingetragen. Dies ist ein Dokument, das nicht nachträglich verändert werden kann.
18. Was geschieht mit der Taufkerze im Taufgottesdienst?
Sie wird an der Osterkerze angezündet. Bei ihrer Erstkommunion tragen die Kinder wieder ihre Taufkerze.
19. Dürfen wir während der Taufe fotografieren?
Ja. Wir bitten Sie jedoch darauf zu achten, dass es die Feier nicht stört und dass nur eine Person aus der Familie fotografiert.
20. Können wir uns gleichzeitig mit der Taufe kirchlich trauen lassen?
Eine Kombination von Taufe und Trauung ist möglich.









