"Was macht eigentlich...

... eine Ministrantenverantwortliche?" ... eine Ministrantin?"

In unserer Pfarrei sind aktuell knapp 70 Kinder und Jugendliche im Alter von 9-28 Jahren als Ministranten tätig. Davon 40% Jungen und 60% Mädchen. Die auch als Messdiener bezeichneten Ehrenamtlichen sind in den sechs Ortschaften Münzesheim, Oberöwisheim, Neuenbürg, Menzingen, Landshausen und Elsenz organisiert. Ihnen steht – neben weiteren engagierten Ehrenamtlichen vor Ort – jeweils ein oder mehrere Hauptverantwortliche als Ansprechperson vor.
 
Marzena Ornoth ist eine dieser Ehrenamtlichen, die sich in der Ministranten-arbeit engagieren. Sie ist zuständig für die Ministranten aus St. Andreas, Münzesheim. Wir haben sie gefragt:
 
Was genau hat dich dazu bewegt dich als Ministrantenverantwortliche zu engagieren?
 Ich finde es wichtig, die Kirche vor Ort selbst mitzugestalten und mich mit Stärken und Interessen einbringen zu können. Gerade als Mama von zwei Ministranten war es mir ein großes Anliegen, dass die Ministrantenarbeit vor Ort weitergeht.
 
Was macht dir daran am meisten Spaß?
Die Ministrantenarbeit begeistert mich, weil sie so vielfältig ist. Man kann viele schöne Sachen mit den Kindern und Jugendlichen erleben und gestalten.
 
Wie viel Zeit musst du für diese Tätigkeit in etwa aufwenden?
Oh, dass ist schwer zu sagen. Je nach dem was geplant ist, mal mehr, mal weniger. Es ist wichtig sich regelmäßig zu sehen, damit eine Beziehung entstehen kann und die Ministranten merken, dass da Jemand ist, auf den sie sich verlassen können und der zu ihnen steht, auch wenn einmal etwas schiefgeht. Außerdem müssen sie spüren, dass ihr Dienst wertgeschätzt wird. Ein Satz ist in der Begleitung der Ministranten ganz wichtig: „Danke, dass ihr da seid.“
 
Wer kann eigentlich alles Ministrant werden? Und wie lange kann man Ministrant sein?
Ministrant kann jeder werden, der getauft und bereits zur Erstkommunion gegangen ist.
Es gibt keine Altersobergrenze für das Messdienen.
 
Die Tochter von Marzena Ornoth, Isabel, ist seit 6 Jahren Ministrantin in St. Andreas, Münzesheim. Wir wollten von ihr wissen
Isabel, was hat dich dazu bewegt Ministrantin zu werden?
Da mein großer Bruder schon Ministrant war, bin ich mir schon vor der Erstkommunion sicher gewesen, dass auch ich Ministrantin werde.
 
Wie oft bist du eigentlich bei Gottesdiensten „im Einsatz“?
Derzeit nicht so oft, weil ja aktuell Winterkirche ist. Wenn die Gottesdienste aber wieder in Münzesheim stattfinden, diene ich in der Regel alle zwei Wochen. Zwischendurch auch mal auf Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten.
 
Wenn du die Ministrantenarbeit in drei Worten beschreiben müsstest…
Spaß, Gemeinschaft und Glaube.
 
Was würdest du sagen bringt dir diese Ehrenamtliche Tätigkeit für dein späteres (Berufs-)Leben?
Ich denke der Ministrantendienst fördert schon irgendwie die Entwicklung von Kompetenzen, die auch im späteren Leben von Nutzen sein können.
 
Und zum Abschluss an euch beide: Was ist euer Lieblings-Fest im Kirchenjahr?
Da sind wir uns beide einig, die Feier der Osternacht. Wir lieben die Lichtsymbolik dieser besonderen Nacht: das lodernde Osterfeuer, an dem die Osterkerze entzündet wird; den Schein der kleinen Flamme der großen Kerze in der komplett dunklen Kirche; die Weitergabe des Lichts durch die Ministranten an alle Gläubigen. Auch beim feierlichen Osterlob ergreift uns jedes Jahr aufs Neue ein wohliger Schauer. Dann wissen wir nicht nur, sondern spüren: Jetzt ist Ostern!
 
Wenn Sie sich von dieser Ehrenamtlichen Tätigkeit angesprochen fühlen und gemeinsam mit anderen engagierten Menschen etwas bewirken wollen, dann melden Sie sich gerne hier: pfarramt@kraichtal-elsenz.de oder Tel. 07250 391.